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1. Liebfrauenkathedrale

Die Liebfrauenkathedrale (nied.: Onze-Lieve-Vrouwekathedraal) ist die Domkirche sowie das Wahrzeichen der Stadt. Gleichzeitig ist sie die größte Domkirche Belgiens. Die heutige Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte zahlreiche Umbauarbeiten erleben müssen. Bereits im 10. Jahrhundert stand an der heutigen Stelle eine kleine Marienkapelle. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde diese Grundkirche immer weiter ausgebaut und vergrößert. 1352 wurde schließlich beschlossen, eine neue Kirche im gotischen Stil zu erbauen. Die Bauarbeiten dauerten bereits über 150 Jahre an, als ein Baustopp veranlasst wurde. In den Jahrhunderten danach wurde die Kathedrale mehrmals stark beschädigt. Dabei wurden zahlreiche, einzigartige Kunstwerke entweder entwendet oder zerstört. Heutzutage ist vor allem der große Turm mit der goldenen Uhr prägend für das äußere Erscheinungsbild der Liebfrauenkathedrale. Der Innenraum ist schlicht gehalten und wird vom hohen Säulengang dominiert. Im Inneren befinden sich zudem vier wertvolle Gemälde des bekannten Barockmalers Peter Paul Rubens. Ebenfalls sehr imposant ist die eine der beiden Orgeln. Diese wurde 1891 erbaut und ist noch heute zum größten Teil im Originalzustand. Die Kathedrale kann täglich besichtigt werden. Erwachsene zahlen für den Eintritt 6,00 €. Kinder bis 12 Jahren sind frei. Offizielle Homepage

Adresse: Groenplaats 21 | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €6,00

2. Plantin-Moretus-Museum

Das Platin-Moretus-Museum befindet sich in dem Gebäude einer früheren Druckerei aus dem 16. Jahrhundert. Das Gebäude ist die einzige noch erhaltene Buchdruckerei aus der Zeit der Renaissance und des Barocks weshalb sie die älteste der Welt ist. Das Museum befasst sich entsprechend thematisch mit dem damaligen Buchdruck. Die Druckerei wurde 1555 eröffnet und galt zu der damaligen Zeit als erste industrielle Buchdruckerei in Belgien. Das Museum präsentiert anhand originaler Stücke sowie anhand größtenteils original erhaltener Einrichtungen anschaulich den damaligen Buchdruck und das dazugehörige Leben der Arbeiter. Zudem umfasst das Museum eine Bibliothek mit etwa 25.000 Bänden, die das Thema Buchdruck behandeln. 2005 wurde das Museum als erstes Museum überhaupt in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Das Museum hat von Dienstag – Sonntag geöffnet. Der Eintritt beträgt 8,00 €. Kinder und Studenten sind reduziert. Offizielle Homepage

Adresse: Vrijdagmarkt 22-23 | Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag | Eintritt: €8,00

3. Zoo Antwerpen

Der Stadt-Zoo von Antwerpen befindet sich im Zentrum der Stadt und beherbergt etwa 5000 Tiere. Gleichzeitig ist er auch der älteste Zoo Belgiens und steht seit 1983 unter Denkmalschutz. 1843 eröffnet, sollte der Zoo zunächst die zoologische und botanische Forschung ermöglichen. Heutzutage will der Zoo den Besuchern vor allem die Bedeutung der Natur, der Umgang mit ihr und den Naturschutz näher bringen. Auf dem Zoogelände stehen noch heute historische Gebäude, wie z.B. das Elefantenhaus im Stil eines ägyptischen Tempels aus 1856 oder dem im orientalischen Stil erbauten Antilopenhaus aus dem Jahr 1861. Der Antwerpener Zoo hat täglich geöffnet. Die Eintrittspreise sind leider relativ hoch. Erwachsene zahlen 22,50 €. Kinder bis 17 Jahren sowie Studenten zahlen 17,50 €. Offizielle Homepage

Adresse: Koningin Astridplein 26 | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €22,50

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4. Rubenshuis

Peter Paul Rubens ist einer der bedeutendsten Maler seiner Zeit. Kaum ein anderer Künstler prägte die Nachwelt in den Niederlanden und Belgien so stark wie Rubens. In seinem Nachlass befinden sich mehr als 1500 Gemälde, die teils von ihm persönlich, viele aber auch von seinen Schülern erschaffen wurden. Obwohl Ruben nicht in Antwerpen geboren wurde, wohnte und arbeitete er den größten Teil seines Lebens in der Stadt. Sein damaliges Wohnhaus, das gleichzeitig sein Atelier war, wurde nach dem Kauf des Gebäudes durch die Stadt zu einem Museum umgebaut. In diesem werden das Leben und die Arbeit von Ruben gezeigt. Neben der Ruben-Ausstellung ist vor allem auch das imposante Haus sehenswert. Dieses wurde persönlich von Ruben gestaltet und ist im Renaissancestil errichtet worden. Das Museum hat von Dienstag – Sonntag geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 8,00 €. Kinder zwischen 12 und 25 Jahren, sowie Studenten, zahlen 6,00 €. Offizielle Homepage

Adresse: Wapper 9-11 | Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag | Eintritt: €8,00

5. Grote Markt

Nahe des Flussufers von Antwerpen befindet sich der Grote Markt. Bei diesem handelt es sich um einen zentralen Platz der Stadt, der für seine vielen prunkvollen Zunfthäuser bekannt ist. Die meisten Gebäude stammen dabei aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Vor dem Rathaus, das sich ebenfalls am Grote Markt befindet, steht der Brabobrunnen. Dieser wurde 1887 erschaffen und veranschaulicht die Stadtgründung Antwerpens, wie sie einer Legende nach gegründet sein soll. Danach verlangte Silvius Brabo am Flussufer der Schelde einen Wegzoll. Diejenigen die nicht Willens waren zu zahlen, hackte er die rechte Hand ab. Nach diesem Ereignis soll der Stadtname entstanden sein. Neben dem Rathaus und den Zunfthäusern finden sich noch zahlreiche Cafés und Restaurants auf dem Platz. Im Winter steht zudem ein großer Weihnachtsmarkt auf dem Grote Markt.

Tipp: Wer weitere Gebäude im Jugendstil entdecken möchte, sollte einen Spaziergang durch das „Coges Osylei“ Viertel unternehmen.

6. Museum aan de Stroom

Übersetzt „Museum am Fluss“ kurz MAS, ist dieses Gebäude ein großer Museumskomplex, indem unterschiedliche Museen zusammengefasst wurden. Das Gebäude wurde 2011 eröffnet und vereint das Ethnografische Museum, das Nationaal Scheepvaartmuseum, das Volkskundemuseum sowie eine Reihe weiterer kleiner Museen. Damit befinden sich in dem Museumsgebäude, das am Ufer des alten Hafenviertels erbaut wurde, über 470.000 Elemente und Ausstellungsstücke. Das Gebäude ist 62 Meter hoch und besteht aus zehn Etagen, die jeweils um 90 Grad gedrehten sind, wodurch eine spiralförmige Anordnung entsteht. Neben den eigentlich Museen, haben Besucher von den höheren Etagen aus einen sehr schönen Blick auf die Stadt. Zusätzlich zu den dauerhaften Museen, finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt. Das Museum hat von Dienstag – Sonntag geöffnet. Der Eintritt zu den festen Museen kostet 5,00 €, Kinder von 12 – 25 zahlen 3,00€. Die wechselnden Ausstellungen sind teurer. Offizielle Homepage

Adresse: Hanzestedenplaats 1 | Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag | Eintritt: €5,00


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7. Middelheimpark

Der Middelheimpark liegt in Antwerpen und ist vor allem aufgrund seiner zahlreichen Skulpturen und weiteren Kunstwerke bekannt. Ursprünglich als einmalige Skulpturenausstellung im Jahr 1950 geplant, beschlossen die Veranstalter die Skulpturen dauerhaft im Park zu belassen. Besucher können heute über 300 verschiedene Skulpturen im etwa 24 ha großen Park entdecken. Dazu gibt es viele angelegte Bete sowie mehrere Seen. Zudem haben weitere Künstler ihre mehr oder weniger skurrile Kunst in Middelheimpark aufstellen können, damit den Besuchern eine abwechslungsreiche Tour durch die Parkanlage ermöglicht wird. Ebenfalls im Park untergebracht, befindet sich dort das Middelheimmuseum, mit weiteren Skulpturen und anderen Kunstwerken. Das Museum hat dienstags – sonntags geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Adresse: Middelheimlaan 61 | Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag (Park täglich) | Eintritt Frei

8. Stadhuis Antwerpen

Das Antwerpener Rathaus steht am Grote Markt und wurde von 1561 – 1564 erbaut. Während die beiden Seitenflügel im Renaissancestil erbaut wurden, ähnelt der mittlere Abschnitt, mit dem Turm, an Bauten im Barockstil. Im Turm des Rathauses befindet sich im oberen Teil eine einzelne Statue der Maria. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle aber ein Abbild des Silvius Brabo, der nach der Legende der Stadtgründer von Antwerpen ist. Seine Statue wurde ab 1587 von den Jesuiten im Rahmen der Gegenreformation entfernt. Im Innen gibt es zahlreiche Räume, so unter anderem die Ehrenhalle, der Hochzeitssaal, der Ratssaal sowie das Büro des Bürgermeisters. Die Räume sind ebenfalls im Renaissancestil eingerichtet und mit schweren Marmor und wandgroßen Gemälden bestückt. Das Rathaus kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Führungszeiten sind nicht einheitlichen und müssen deshalb vor Ort erfragt werden.

Adresse: Grote Markt 1 | Öffnungszeiten: Unterschiedlich

9. Het Steen

Das älteste Gebäude Antwerpens ist die Burg Het Steen (zu Deutsch: Der Stein). Erbaut in der Zeit des 12. Jahrhunderts, war die Burg Bestandteil der Stadtbefestigung, die die Stadt vor Angreifern schützen sollte. Kaiser Karl V. vom Heiligen Römischen Reich veranlasste um 1520 die Renovierung der Burg. In den darauffolgenden Jahrhunderten hatte die Burg viele weitere Aufgaben. Zunächst als Befestigungsanlage, diente sie später als Gefängnis. Danach wurde sie als Sägewerk und Fischlager genutzt. Von 1862 an wurde die Burg Het Steen als Museum genutzt. Zunächst für historische Ausstellungen, später als nationales Schifffahrtsmuseum (bis 2008). Aktuell kann die Burg besucht werden, die Räumlichkeiten werden aber nicht offiziell genutzt, weshalb es im Inneren nur wenig zu entdecken gibt.

Adresse: Steenplein 1 | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt Frei

10. Vlaeykensgang

Nahe der Liebfrauenkathedrale befindet sich die malerische Gasse Vlaeykensgang. Die enge Gasse wird von zahlreichen weiß gekalkten Wohnhäusern umgeben, die aus dem 16. Jahrhundert stammen. Früher arbeiteten in den Häusern vor allem Schuster, heute befinden sich einige gute Restaurants in den Gebäuden. Die Passage gilt als die schönste in Antwerpen und versprüht einen besonders malerischen Charme. Betritt man die Passage kann man sich schnell in eine andere Zeit versetzt fühlen. Aufgrund der nur kleinen Größe der Gasse, ist diese in kaum einer Stadtkarte verzeichnet, weshalb sie noch zu den Geheimtipp zählt. Von der Oude Koornmarkt Straße aus, kann es sinnvoll sein einen Passanten um Rat zu fragen.

Adresse: Vlaeykensgang

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