Mein Schiff 1 - Text | Dein Reiseportal

Kabinen

Auf der Mein Schiff 1 gibt es sechs unterschiedliche Kabinentypen zu teils sehr unterschiedlichen Preisen. Entsprechend gut muss man schon bei der Buchung überlegen, welcher Kabinentyp bevorzugt wird. Schließlich ist die Kabine eines der Kernelemente auf einer Kreuzfahrt, denn nur wer gut schläft, kann auch den Tag genießen. Andererseits ist die richtige Kabine auch eine Glaubensfrage. Die einen benutzen die Kabine tatsächlich nur zum Schlafen und nehmen sich entsprechend eine Innenkabine. Andere dagegen benötigen auf jeden Fall ein Fenster und wieder andere möchten schon morgens auf dem Balkon frühstücken. Wir hatten während unseres Aufenthalts die Möglichkeit, kurz einige Kabinentypen anschauen zu können und stellten fest, dass die Kabinen den 360 Grad Bildern auf der Homepage von TUI Cruises größtenteils entsprechen. Wir verzichten deshalb an dieser Stelle auf separate Bilder. Vielmehr könnt ihr unter diesem Link die 360 Grad Bilder ansehen.
Die Kabinen sind modern und in einem hellen Holz eingerichtet sowie mit Teppich ausgestattet. Die Suiten haben zusätzlich einen separaten Wohnraum, der mit Parkettboden ausgestattet ist. Die Größe der Kabinen variieren zwischen 16 m² bis hin zu 49 m². Das Badezimmer ist funktional ausgestattet und bietet einen guten Standard. Selbstverständlich können die sog. Nasszellen mit normalen Badezimmergrößen nicht mithalten und Platzangst darf man auch nicht haben. Die Juniorsuiten bieten anstatt einer Dusche eine Badewannenkombi. Die Suiten haben sowohl eine Dusche als auch eine Badewanne.

Sehr interessant sind die Verandakabinen, die wir so auf noch keinem anderen Schiff gesehen haben. Diese sind von Größe und Ausstattung identisch zu den Außenkabinen, besitzen aber einen größeren Balkon als die Balkonkabinen haben. Sie bieten nicht nur Platz für eine zusätzliche Liege, sondern auch noch für eine Hängematte. Für Gäste die ungerne das Pooldeck besuchen, aber auf den Komfort einer Liege nicht verzichten möchten, ist dieser Kabinentyp optimal.
Ausgestattet sind alle Kabinen mit ausreichend großen Schränken sowie Kommoden in denen auch bei einer zweiwöchigen Fahrt alle Kleidungstücke untergebracht werden können. Selbstverständlich gibt es auch einen Safe, der wie immer etwas klein ausfällt. Auch ein Flatscreen mit etwas eingeschränktem Unterhaltungsprogramm ist mit an Bord. Außerdem gibt es auf allen Kabinen einen Nespresso-Automaten, an dem täglich zwei Kapseln ohne Aufpreis benutzt werden können. Als weitere Aufmerksamkeit befindet sich in jeder Kabine eine frische rote Rose und jeden Abend gibt es eine neue kleine Tafel Schokolade in wechselnden Geschmacksrichtungen. Das Housekeeping war mehr als zuvorkommend und hat das Zimmer täglich zweimal gründlich gereinigt sowie auf Wunsch die Handtücher gewechselt. Insgesamt waren die Kabinen sehr sauber und entsprachen einem sehr guten Standard.
Leider gibt es auf der Mein Schiff 1 eine Reihe von Kabinen, die das Reiseempfinden sehr schmälern können. Betroffen sind alle Kabinen im Heckbereich von Deck 4 bis mindestens Deck 9. Dort nämlich erlebt man beim Betrieb der Querstrahlanlagen (damit kann sich das Schiff um die eigene Achse auf der Stelle drehen) eine böse Überraschung. Durch diese entstehen nämlich so starke Vibrationen, dass dieses am ehesten mit einem Presslufthammereffekt beschrieben werden kann. Dies garantiert ein unsanftes Erwachen aus dem Schlaf. Wir selber hatten eine Kabine auf Deck 8 im Heckbereich und erhielten an jedem Landtag gegen sechs Uhr morgens eine unfreiwillige Rütteleinheit. Knarzende Geräusche der Kabine gab es inklusive. Für Frühaufsteher „optimal““, da kein Wecker vonnöten, doch für alle anderen kein guter Start in den Tag. Zwar ist es üblich, dass eine solche Technik nicht ohne Vibrationen auskommt, doch nicht so stark. Nach Rücksprache mit der Bordreiseleitung wurde uns mitgeteilt, dass dieses Problem bekannt sei, aber nicht behoben werden könne. Entsprechend ist dieser Effekt auf Deck 4 am stärksten wahrzunehmen. Ob das Problem nun mit dem Alter des Schiffes zu tun hat oder durch eine fehlerhafte Konstruktion des Heckbereiches des Schiffes im Zusammenhang steht – darüber können wir nur spekulieren. Fakt ist aber, dass die Kabinen im Heckbereich einem den Schlaf rauben können. Ein Umstand der heutzutage eigentlich nicht mehr auftreten dürfte. Wir empfehlen deswegen allen Reisenden ausdrücklich, im Vorfeld eine Kabine zu wählen, die möglichst weit weg vom Heck liegt. Eine Entwarnung gibt es aber dennoch. Während der eigentlichen Fahrt sind, außer den normalen Schiffsbewegungen, keine Vibrationen zu spüren. An den Seetagen ist ausschlafen also möglich.

Speisen / Getränke

Ein weiteres Kernelement einer jeder Kreuzfahrt ist das leibliche Wohlbefinden an Bord. Schließlich möchte man auf hoher See eine interessante und abwechslungsreiche Küche erleben. TUI Cruises wirbt auf ihren Reisen mit dem Konzept „Premium Alles Inklusive“. Das darunter nicht alles fällt, sei schon einmal vorweggenommen. Insgesamt hat uns das Konzept aber sehr überzeugt und verdient auch wirklich seinen Namen. Bis auf die drei Themenrestaurants (Surf & Turf, Richards Feines Essen, Sushi Bar) können alle Restaurants ohne Aufpreis genutzt werden. Neben dem Atlantik Restaurant, indem es á la Carte jeweils zwei sechs Gänge Menüs gibt, die nach Lust und Laune kombiniert werden konnten, werden der Anckelmannsplatz als Buffetrestaurant, das Bistro La Vela indem es frei auswählbare und frisch zubereitete Pizzen und Pasta gibt, das Cliff 24 indem rund um die Uhr frisch zubereitete Speisen angeboten werden sowie das Restaurant GOSCH angeboten. Letztes darf als Highlight auf der Mein Schiff 1 angesehen werden. In diesem werden, ebenfalls inklusive, die bekannten GOSCH-Sylt Gerichte frisch zubereitet und serviert. Außerdem kann man sich jederzeit, auch auf die Hand, ein frisch zubereitetes Krabbenbrötchen bestellen. Entsprechend war das GOSCH-Restaurant auf unserer Fahrt täglich gut besucht, weshalb wir eine rechtszeitige Tischreservierung empfehlen.

Adsense sind deaktiviert

Zudem gab es noch vielfältige Eventbuffets an den Seetagen. Karibisches Buffet, Kaviarfrühstück, Austernverköstigung und vieles mehr stand auf dem Programm und hat die sowieso schon sehr gute Auswahl an Gerichten noch einmal getoppt.
Die Qualität der Gerichte und die Vielfalt derer waren zu jeder Zeit absolut hochwertig und wir hatten sehr viel Spaß am probieren und verköstigen. Die Auswahl war enorm und auch beim Frühstück konnte man jeden Tag etwas Neues entdecken.
Zu den klassischen Gerichten gesellt sich zudem noch das „ganz schön Gesund“ Konzept dazu. Diese Gerichte werden speziell auf die Ernährung abgestellt, ohne Dröge zu wirken. Damit soll gezeigt werden, dass gesundes Essen nicht langweilig sein muss. Nach unserer Meinung ging dieses Konzept auf.

Dazu gibt es eine vielfältige Getränkekarte, in der der überwiegende Teil inklusiv ist. Wirklich gut gefallen hat uns die Tatsache, dass die angebotenen Getränke Markenwaren sind und keine günstigen Zweitprodukte. So bekommt man tatsächlich seine Cola oder auch den beliebten Aperol, sowie zahlreiche weitere bekannte Markenspirituosen, gereicht. Auch die Gesamtanzahl der inklusiven Getränke war enorm. Softgetränke, bekannte Cocktails, Wein und Sekt, bis hin zu den Whiskymarken ist alles Inklusive. Nur die wirklich hochwertigen und teuren Marken muss man gegen Entgelt erwerben. Wir selber haben auf diese Zusatzangebote nicht zurückgreifen müssen.

Unterm Strich ist das „Premium Alles Inklusive“ zum Glück keine Mogelpackung sondern ein vollwertiges Konzept was seinen Namen verdient.
Wem dies alles noch nicht reicht, der kann auf die drei genannten Themenrestaurants zurückgreifen. Diese bieten, gegen einen Aufpreis, weitere Gerichte in einem spezielleren und privateren Ambiente an. Wir selber haben das Surf & Turf ausprobiert und mussten feststellen, dass der sowie schon sehr hohe Standard der Gerichte kaum mehr getoppt werden konnte. Sicherlich war es für uns noch ein kleines Erlebnis, unbedingt empfehlen können wir es aber nicht. Unverständlich an dieser Stelle ist, dass die Inklusivgetränke in diesen Restaurants nicht inklusive sind. Damit kosten nicht nur die Speisen einen Aufpreis, auch die normalerweise kostenlosen Getränke müssen bezahlt werden. Eine Tatsache, dass zum ansonsten sehr guten „Premium Alles Inklusive“ Konzept nicht passt. Wir finden, dass die sowieso schon inkludierten Getränke auch in den Themenrestaurants inklusive sein sollten.
Sowohl bei der Qualität der Gerichte und der Getränke als auch von der Vielfalt derer sind wir im Nachhinein sehr überzeugt. Innerhalb der zwei Wochen gab es kaum Wiederholungen, so dass wir uns jeden Abend erneut überraschen lassen konnten. Im Vergleich zu anderen Schiffen haben wir eine solche Vielfalt noch nicht erleben dürfen. Außerdem war es sehr angenehm, dass wir nicht ständig über Preise bei Getränken und Gerichten nachdenken mussten, was sicherlich auch ein Kernkriterium des „Wohlfühlkonzepts“ ist. Insgesamt ist das „Premium Alles Inklusive“ Paket sehr gut gelungen und obwohl das meiste inklusive ist, leidet darunter nicht die Qualität.