Mein Schiff 1 - Text 2 | Dein Reiseportal

Service

Ebenfalls entscheidend für den Wohlfühlfaktor auf einem Schiff ist die Servicequalität der Besatzung. Wie schon erwähnt, war das Housekeeping sehr aufmerksam und gründlich. Doch auch die restliche Crew war zu jeder Zeit freundlich und für einen Schnack bereit. Die Bordsprache auf der Mein Schiff 1 ist deutsch, entsprechend viele Deutsche waren auf dem Schiff beschäftigt. Aber auch die restliche nicht deutsche Besatzung, die die Mehrheit der Besatzung ausmacht, konnte oftmals deutsch sprechen (Crewsprache ist Englisch). Sollte es dann doch einmal zu Verständigungsproblemen kommen, so ist ein deutschsprachiges Besatzungsmitglied nicht weit entfernt und übersetzt gerne. Wir gehen aber davon aus, dass die meisten Gäste der englischen Sprache mächtig sind.

Überrascht waren wir aber von der stark schwankenden Servicequalität im Atlantikrestaurant. Im Hauptrestaurant der Mein Schiff 1 können Gäste auf zwei Ebenen speisen, die durch eine große Treppe miteinander verbunden sind. Entsprechend wird man auf jeder Ebene von einem anderen Tischeinweiser empfangen. Leider machte es den Anschein, dass die Tischeinweiser nicht ausreichend miteinander kommunizieren. Sobald nämlich eine Ebene belegt war, wurde man mit dem Hinweis, dass es in der anderen Ebene noch freie Plätze gab, dorthin begleitet, dann aber stehengelassen bis man selbständig den neuen Tischeinweiser auf seine Lage hinwies. Dieser hatte dann aber oftmals eine ganz andere Sicht der Dinge und verwies uns freundlich wieder nach oben. So haben wir es mehrmals erleben müssen, dass wir mitunter minutenlang durch das Restaurant ohne konkrete Angaben irrten. Leider ist auch eine Reservierung nicht möglich, weshalb an dieser Stelle unbedingt nachgebessert werden muss.
Aber auch am Tisch selber war die Servicequalität unterschiedlich. Während einige Kellner sehr freundlich waren und sowohl flink als auch Kompetent die Bestellungen und Wünsche aufnahmen, wirkten andere sehr überfordert oder lustlos. Verwechselte oder Vergessene Gerichten waren dann die Folge. Teilweise waren die Fehler schon sehr frappierend. Während ansonsten die Besatzung sehr kompetent war, fehlte gerade im Hauptrestaurant der Feinschliff.
Über diese kleinen Dinge konnten wir aber schnell hinwegsehen, so dass wir uns insgesamt immer gut aufgehoben fühlten. Aber auch bei Nachfragen, sowohl an der Rezeption als auch bei der Bordreiseleitung haben wir immer zuverlässige und freundliche Antworten erhalten. Insgesamt hat man den hohen Standard deutscher Hotelgastronomie auch auf dem Schiff wiedererkennen können.

Unterhaltung

Die Unterhaltung an Bord ist immer wieder ein sehr emotionales Thema. Während einige Urlauber so viel Ruhe und Entspannung wie möglich suchen, wollen andere möglichst viel unterhalten werden. Ein gutes Mittelmaß für den Gastgeber zu finden ist dabei die Kunst. Es sei gesagt, wer viel Feiern möchte ist auf der Mein Schiff 1 am falschen Ort. Andererseits gibt es auch keinen Totentanz. Schon standardmäßig eingebaut, besitzt die Mein Schiff 1 ein Theater, indem all abendlich eine Bühnenshow dargeboten wird. Dabei wechselt das Programm zwischen klassischen Shows, wie dem Zusammenschnitt mehrerer berühmter Musicals, bis hin zu guten Eigenproduktionen. Es gab während unserer Zeit an Bord täglich ein anderes Programm. Die professionellen Künstler haben dabei immer eine gute Figur gemacht. Besonders hervorheben möchten wir, dass alle Künstler zu jeder Zeit live gesungen haben.
Aber auch abseits des Theaters kann man viel auf dem Schiff erleben. Neben den gängigen Bingo- und Shuffleboardturnieren, gab es an den Seetagen immer ein Showprogramm auf dem Pooldeck. Außerdem spielten mehrere Bands auf dem Schiff und auch eine Disko fehlte natürlich nicht. Außerdem gab es noch viele kleinere Veranstaltungen wie Vorlesungen, Kochshows, Malprogramme und vieles mehr. Ein Kids- sowie Teensclub ist auch mit an Bord.

Abgesehen von den aufgezählten Punkten hielt sich das Animationsprogramm ansonsten bedeckt. Jeden Abend erhält man auf die Kabine das Tagesprogramm für den kommenden Tag, um sich in Ruhe auf seine persönlichen Aktivitäten vorbereiten zu können. Zwei Eigenheiten gibt es dann aber doch, denen man zwangsweise beiwohnen muss. Zum einem gibt sich der Hoteldirektor mehrmals am Tag die Ehre, per Borddurchsage noch einmal auf die Programmhighlights hinzuweisen. Dieses ertönt in allen Bereichen des Schiffes, nur in der Kabine wird es (zum Glück) nicht durchgesagt. Außerdem wird bei jeder Ausfahrt aus einem Hafen die „Mein Schiff Hymne“ abgespielt. Das mag ganz nett sein, aber spätestens nach dem sechsten Mal doch etwas eintönig. Auch diese wird, ausgenommen den Kabinen, durch das gesamte Schiff gespielt. Aber gut, so etwas sollte man entspannt sehen. Wir zumindest taten dies.

Pooldeck

Herzstück eines jeden Kreuzfahrtschiffes ist das Pooldeck. Gerade tagsüber ist dies Dreh- und Angelpunkt für die Urlauber. Die Mein Schiff 1 besitzt ein Pooldeck mit zahlreichen Sonnenliegen. Es gibt dort zwei Pools. Einen flachen Pool für Kinder und entsprechend einen tieferen für die Erwachsenen, der mit Meersalz gefüllt ist. Außerdem gibt es noch drei Whirlpools. Um die Schwimmbecken herum befinden sich auf zwei Ebenen die Sonnenliegen. Da diese ohne Sonnenschirme auskommen müssen, gibt es entweder nur die Möglichkeit komplett in der Sonne oder im Schatten zu liegen. Gerade an den Seetagen war bei uns das Pooldeck, verständlicherweise, sehr gut gefüllt, so das wir oftmals keine freien Liegen auf Anhieb finden konnten.

Außerdem gibt es im Poolbereich einen Bereich mit Hängematten sowie Sonnenkörben, letzte gegen Aufpreis. Wem es direkt am Pool zu laut oder zu hektisch ist, der kann an den Seiten sowie im vorderen und hinteren Bereich des Schiffes weitere Sonnenliegen benutzen. Interessant ist vor allem der Bugbereich, da nur dort Holzliegen mit einer Schaumstoffmatte stehen, die im Vergleich zu den restlichen Liegen wesentlich angenehmer sind. Dort ist es immer sehr ruhig und wir hatten den Eindruck, dass viele Gäste diesen Bereich gar nicht entdeckt haben. Sehr zu empfehlen.
Damit einige „Spezialkandidaten“ von Urlaubern ihre Liege nicht dauerhaft mit dem Handtuchtrick belegen können, um danach stundenlang zu verschwinden, gibt es die Order an die Crew, unbenutzte Liegen nach 30 Minuten zu räumen. Dieses Vorgehen erzürnt natürlich das Gemüt einiger Gäste, doch so bleibt es fair für alle.

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Spa

Der Spa Bereich befindet sich im vorderen Bereich des Schiffes und bietet zahlreiche Behandlungen gegen Aufpreis. Vor jeder Behandlung wurden wir zunächst freundlich begrüßt und darüber aufgeklärt was uns erwarten wird. Insgesamt waren alle Behandlungen sehr professionell durchgeführt worden, so dass die Entspannung noch einmal mehr in den Körper einkehren konnte. Da wir das Spa Programm aber nicht intensiv genutzt haben, können wir nur begrenzt unsere Erfahrungen kundtun.

Ausflugsziele

Was wäre eine Kreuzfahrt ohne Landausflüge. Gerade das macht doch eine solche Reise aus. Jeden Morgen einen neuen Hafen anlaufen und neue Entdeckungen machen. Leider sind oftmals die Liegezeiten der Schiffe kurz bemessen. Umso wichtiger ist eine entsprechend gute Planung im Vorfeld. TUI Cruises bietet, zumindest in der Karibik, für jede Insel dutzende von Ausflugsmöglichkeiten an. Diese können entweder im Vorfeld der Reise oder direkt auf dem Schiff gebucht werden. Dafür steht ein eigener Bereich mit Tourguides zur Verfügung, die einem bei der Wahl der richtigen Ausflüge zur Seite stehen. Aber auch außerhalb der Öffnungszeiten können Ausflüge bequem per Touchscreencomputer gebucht werden. Vorteil eines solch gebuchten Ausfluges ist natürlich die Tatsache, dass alle Notwendigkeiten für einen organisiert wird und man nur pünktlich zum Start des Ausfluges am Treffpunkt erscheinen muss.

Doch sind solche Ausflüge natürlich nicht ganz günstig. Unserer Meinung nach sind die Preise zwar fair gehalten, gehen aber bei einer zweiwöchigen Kreuzfahrt schnell ins Geld. Hier lohnt sich deswegen ein Blick in die Beschreibung des Ausfluges. Denn nicht alles muss wirklich über das Schiff gebucht werden. Wer den Mut aufbringt, direkt am Hafen eine der zahlreichen lokalen Ausflugsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, kann viel Geld sparen. Wir selber haben keine negativen Erfahrungen mit lokalen Anbietern gemacht. Man sollte aber darauf achten, nur zertifizierte Taxen und Reisebusse zu nutzen.
Auch die offiziellen Strandtransfers sollte man nicht vom Schiff aus buchen. Diese kosten im Schnitt etwa 30 Euro für Hin- und Rückfahrt und sind unserer Meinung nach viel zu teuer. Besser ist es direkt am Hafen ein Taxi zu nehmen. Für ein Bruchteil des Geldes kann man dann an seinen Wunschstrand fahren.
Sehr schön und sehr zu empfehlen sind die Fahrradtouren die vom Schiff angeboten werden. Mit gut ausgestatteten Fahrrädern haben wir einen sehr interessanten und sportlichen Tag auf St. Maarten erlebt. Unser Fahrradguide war immer ein guter Ansprechpartner und konnte uns viel über die Insel erzählen. Die Fahrradtouren werden auf den Inseln in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten.
Wem die Auswahl der Ausflüge zu vielseitig ist, kann sich außerdem zwei Abende vor Erreichen des Ziels eine ausführliche Präsentation im Theater ansehen. Dort werden einem die Ausflüge sowie die Reiseziele präsentiert und es bleibt genügend Zeit um individuelle Fragen zu stellen. Spätestens dann sollte man wissen, wie man den Tag auf Land gestalten möchte.