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Iguazú

Iguazú

Erlebnisfaktor

An der nördlichen Grenze Argentiniens befinden sich die Iguazú Wasserfälle (Cataratas del Iguazú), die nicht nur zu einem Höhepunkt jeder Argentinienreise zählen sondern auch weltweit eines der beeindrucktesten Naturschauspiele sind. Der Fluss Iguazú dient dabei als Grenzfluss zwischen Argentinien und Brasilien. Aus diesem Grund können die Wasserfälle sowohl von argentinischer als auch von brasilianischer Seite aus betrachtet werden. Anders als bei vielen Wasserfällen gibt es nicht nur einen Iguazú Wasserfall sondern insgesamt 275 Wasserfälle von denen 20 beeindruckende Wassermassen transportieren. Die meisten Wasserfälle befinden sich auf argentinischer Seite, weshalb wir vor allem einen Ausflug auf dieser Seite empfehlen. Wer dann noch Zeit hat sollte sich aber auch die brasilianische Seite anschauen, vor allem weil man dort einen tollen Panoramablick über die Wasserfälle hat.
Die Wasserfälle in Argentinien liegen im Nationalpark Iguazú, der 1934 eingerichtet wurde und zum Schutz der Wasserfälle sowie des dortigen Regenwaldes dient. Der Nationalpark wurde 1984 in die Liste des UNESCO-Welterbe aufgenommen. Aufgrund der schieren Anzahl der Wasserfälle sowie des großen Gebietes kann man im Park gut einen ganzen Tag verbringen. Diese Zeit sollte man sich auf jeden Fall nehmen, denn nur so hat man ausreichend Zeit sowohl die Wasserfälle zu betrachtet als auch den beeindruckenden Regenwald zu erkunden. Im Nationalpark gibt es mehrere Pfade, auf denen man die allermeisten Wasserfälle anläuft.

Die zwei wichtigsten Pfade sind der Oberlaufpfad und Unterlaufpfad. Im Ersteren geht man den Oberlauf des Flusses ab und kann die Wasserfälle an ihrer Fallkante betrachten. Beim Unterlaufpfad erlebt man dagegen die Fallzone.
Der beeindruckendste Wasserfall ist der sog. „Garganta del Diablo“ übersetzt Teufelsschlund. Bei diesem Wasserfall handelt es sich um einen U-förmige, 150 m breite und 700 m lange Schlucht. Den Teufelsschlund erreicht man über einen Steg der über das Wasser reicht. Aufgrund der schier unglaublichen Wassermassen, kann der Zugang zu diesem Teil nach großen Regenmengen auch gesperrt werden. Der Teufelsschlund liegt am nördlichen Teil des Nationalparks. Wer die Strecke vom Eingang des Parks nicht abgehen möchte, oder aufgrund der Hitze der Tropen konditionell nicht in der Lage ist, kann mit dem Parkzug einen großen Teil des Parks abfahren. Dieser ist mit mehreren Haltestellen ausgestattet. Um zu den Wasserfällen zu gelangen muss man dennoch, teilweise steile Treppen, gehen. Je nach Wasserlage können Teile der Pfade gesperrt sein.
Neben den Wasserfällen können Besucher auch die beeindruckende Flora und Tierwelt des Regenwaldes entdecken. Neben hunderten wunderschönen Schmetterlingen haben wir Nasenbären, Kolibris, kleine und große Echsen und noch zahlreiche andere Vogel und Tierarten entdecken. Wir hatten außerdem das Glück einen Tukan zu erspähen. Insgesamt beherbergt der tropische Regenwald über 400 Vogelarten sowie 200 Schmetterlings- und Pflanzenarten. Für viele der Tiere und Pflanzen muss man aber genau hinschauen um sie entdecken zu können. Außerdem darf man sich nicht erschrecken, sollte man auf einmal einen tierischen Begleiter z.B. eine Stabheuschrecke, auf der Schulter haben. Man befindet sich schließlich in der Natur.
Im Park gibt es außerdem an mehreren Stellen Gastronomiebetriebe und sanitäre Anlagen.

Preis / Leistung

Die Eintrittspreise (Stand 2013) zum Nationalpark betragen pro Person 170 argentinischer Peso, umgerechnet etwa 24 €. Kinder zwischen sechs und 12 Jahren kosten 115 Peso, etwa 16 €. Unter sechs Jahren ist der Eintritt kostenlos. Wer mehrere Tage im Nationalpark einplant sollte sein Ticket beim Verlassen des Parks unbedingt abstempeln lassen, dann nämlich erhält man für den nächsten Tag einen Rabatt von knapp 50 % auf den Eintrittspreis. Die Tickets können nur in argentinischen Peso bezahlt werden. Im Park gibt es mehrere Gastronomiebetriebe an denen etwas zu Essen gekauft werden kann und noch wichtiger bei den Temperaturen, auch etwas zu trinken. An dieser Stelle empfehlen wir ausdrücklich ausreichend Getränke bereitzuhalten. Aufgrund der hohen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit verliert der Körper bei der Erkundung des Parks sehr viel Wasser. Unsere Gruppe hat übereinstimmend festgestellt, dass wir an einem Tag noch nie so viel getrunken haben, wie an diesem Tag (bei etwa 35 Grad).
Für Hotelgäste des Sheraton Hotels Iguazu ist der Eintritt zum Park kostenlos, das Hotel befindet sich nämlich auf dem Gelände des Nationalsparks.

Gesamteindruck

Die Wasserfälle sowie der tropischer Regenwald haben uns sehr beeindruckend. Trotz zahlreicher Bilder und Dokumentation im TV wird die tatsächliche Schönheit der Tropen einem erst bei einem Besuch offenbart. Das Naturschauspiel der Wasserfälle wird durch den Regenwald und den dort herrschenden Klimabedingungen abgerundet. Bei einem Besuch des Nationalparks empfehlen wir diesen selbstständig und nicht im Rahmen einer Führung zu erkunden. Die Wege sind gut ausgeschildert und mit Hilfe eines Plans, den man vor Ort erhält, können alle Wege selbständig und im eigenen Tempo erkundet werden. Eine Reisegruppe ist da nur hinderlich. Außerdem sollte man die Blicke nicht nur auf die Wasserfälle richten, sondern auch in den Wald selber. Dann nämlich können zahlreiche Tiere abseits der Pfade entdeckt werden. Außerdem kommt es nicht selten vor, dass sich Schmetterlinge auf Armen und Händen niederlassen. Diese werden von den Salzen unseres Körpers angezogen. In diesen Momenten kann man diese Tiere in Ruhe von nahem angucken. Kleine Anekdote am Rande: Vor unserem Besuch des Parks waren wir in Patagonien unterwegs und haben dort unter anderem Wale beobachtet. Trotz Reinigung unserer Kameras waren diese immer noch mit Meersalz überzogen, das die Schmetterlinge magisch anzog, so dass wir tolle Nahaufnahmen machen konnten.

Iguazú ist ein beeindruckender Flecken Erde. Trotz der weiten Anreise und der entsprechend hohen Kosten empfehlen wir jedem, der die Möglichkeit hat, einmal in seinem Leben die Wasserfälle in Iguazú zu besuchen. Die Eindrücke die man dort sammelt, sind sicherlich einmalig.

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