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Mallorca Sehenswürdigkeiten Top 10

Mallorca

Top 10

Mallorca ist seit Jahren das Lieblingsurlaubsziel der Deutschen. Dennoch hält sich bei vielen hartnäckig die Meinung, Mallorca sei nur die Insel der Partyurlauber. In Wirklichkeit bietet die Insel aber viel mehr als nur Feiern, Sonne und Strand. Bereits seit dem Altertum wird die Insel besiedelt und noch heute können viele Sehenswürdigkeiten aus diesen Zeiten entdeckt werden. Zudem bietet die Insel abwechslungsreiche Landschaftsabschnitte, vom Tramuntana Gebirge über die Insel-Mitte bis hin zur Küste. Ein Urlaub auf Mallorca kann damit zu einer spannenden Entdeckungsreise werden. Welche Highlights sich auf der Insel befinden, zeigen meine Top 10 Sehenswürdigkeiten von Mallorca.




1. Palma de Mallorca

Mit 398.000 Einwohner ist die südlich gelegene Stadt Palma de Mallorca die Hauptstadt der spanischen Insel. Aufgrund ihrer geschichtsträchtigen Vergangenheit befinden sich heute viele sehenswerte Gebäude in der Stadt. Bereits um 123 v. Chr. wurde Palma offiziell gegründet. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde die Stadt immer weiter ausgebaut, bis schließlich im 4. Jahrhundert das Römische Reich unterging und ein Verfall eintrat. Erst mit der Eroberung der Insel 903 durch die Mauren wurden zahlreiche Gebäude wieder neu errichtet. Mit ihnen zog zudem der maurische Baustil ein, der noch heute an einigen Gebäuden bewundert werden kann. Hauptsehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale La Seu. Ihr gegenüber steht der königliche Palast La Almudaina. Ebenfalls sehenswert ist die belebte Altstadt Palmas. Mit ihren vielen engen und verwinkelten Gassen sowie den arabischen und spanisch-katalanischen Häusern lädt sie immer wieder zum Flanieren ein. Nahe der Altstadt liegt sich zudem der Mercat de l‘ Olivar, eine große Markthalle mit täglich frischen Fisch, Fleisch und Gemüse. Einige Kilometer außerhalb des Zentrums kann das Castell de Bellver besucht werden; mit tollem Blick auf die Stadt. Palma bieten zudem noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Llotja de Palma oder der Startbahnhof des Tren de Sóller. Zusätzliche Plätze, Kirchen und weitere Einrichtungen runden schließlich das Gesamtbild der Hauptstadt ab. Um Palma ausführlich zu besichtigen werden mehrere Tage benötigt.

Hop-on/Hop-off Ticket für Palma de Mallorca

2. Kathedrale von Palma (La Seu)

Das Wahrzeichen der Insel ist die in der Hauptstadt gelegene Kathedrale La Seu. Nach der Befreiung der Insel von den Mauren, begann um 1230 der Kirchenbau unter König Jaume I. Ihre Größte machte es nötig, den Bau in mehrere Bauabschnitte zu unterteilen, so dass die Fertigstellung erst 360 Jahre später erfolgte. Damit war aber nur das eigentliche Kirchenschiff fertiggestellt worden. Mit dem Bau der markanten Außenfassade, so wie wir sie heute kennen, wurde erst 1852 begonnen. Auch ihre Fertigstellung dauerte noch einmal mehr als 50 Jahre. Die Kathedrale hat eine Gesamtlänge von 109 Metern, was für eine Inselkirche ungewöhnlich groß ist. Mehrere Baustile sind in ihr vereint. Obwohl der gotische Stil dominiert, finden sich an ihr auch Elemente der Renaissance. Ein Höhepunkt ist das große Rundfenster über dem Hauptportal, das zu den größten seiner Art gezählt wird. Zwei Mal im Jahr kann man zudem ein besonderes Lichterschauspiel erleben. Dann nämlich scheint die Sonne für einige Minuten durch das mit Buntglas verzierte Rundfenster und wirft dieses auf die gegenüberliegende Mauer am Altar. Aber auch ohne dieses Schauspiel ist der Innenbereich der Kathedrale, die von den Mallorquiner gerne nur „La Seu“ genannt wird, sehenswert. Neben den großen Buntgläsern an den Außenwänden sind auch die Nebenaltäre sowie der Hauptaltar reich verziert. Dazu kommen die gewaltigen Säulen, die das hohe Kirchendach stützen. Besucher können die Kathedrale täglich besichtigen. Der Eintritt beträgt 6,00 €. Offizielle Homepage

Adresse: Plaza Almoina, Palma | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €6,00

3. Serra de Tramuntana

Die Serra de Tramuntana ist eine Gebirgskette im Nordwesten der Insel Mallorca, die seit 2011 Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist. Das Gebirge erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von etwa 90 Kilometern entlang der Nordküste. Der Höchste Berg liegt bei 1445 Metern, so dass dieser im Winter gerne auch mit Schnee bedeckt sein kann. Neben dem eigentlichen Gebirge, lohnt es sich vor allem die zahlreichen Orte und Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. So öffnet sich zum Beispiel ein malerisches Bild bei dem kleinen, entlang des Berghangs gebauten, Dorf Banyalbufar. Von dort hat man einen schönen Blick auf die in terrassenform angelegten Felder sowie auf das Meer. Zudem kann man vor allem im Frühjahr, in einem der kleinen Restaurants, einen einmaligen Sonnenuntergang erleben. Die größte Stadt im Gebirge ist Port de Sóller, ein Küstenstädtchen inmitten des Gebirges. Neben dem tollen Blick auf das Gebirge ist Sóller vor allem durch die vielen Orangenfelder bekannt. Auch das offiziell schönste Dorf Mallorcas liegt im Gebirge. Fornalutx ist nur wenige Kilometer von Sóller entfernt. Beachtenswert sind dort die bemalten Dachziegel. Absoluter Besuchermagnet ist das Städtchen Valldemossa. Hier lebte die einzige Heilige Mallorcas Catalina Thomás. Heute ist Valldemossa als Wallfahrtort bekannt, weshalb das beschauliche Städtchen vor allem in den Sommermonaten schnell überlaufen ist.
Durch die gesamte Gebirgstrecke führt die Straße MA-10, mit der alle erwähnten Punkte komfortabel erreicht werden können. Während der Fahrt sollte man zudem auf besondere Abschnitte achten, von denen ein besonderer Panoramablick auf das Meer möglich ist.
Tipp: Es gibt natürlich noch viele weitere Sehenswürdigkeiten im Gebirge, bei denen sich ein Besuch lohnt. Es sollte deswegen mindestens ein Tag für die Erkundung eingeplant werden.

Mallorca entdecken: Panoramatour von Küste zu Küste






4. Cap de Formentor

Das Cap de Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorcas. Eine gewundene Landstraße führt durch malerische Abschnitte bis an die Spitze des Caps, an dessen Ende ein Leuchtturm steht. An vielen Stellen wird die eindrucksvolle Steilküste sichtbar, deren höchste Stelle etwa 384 Meter tief ins Meer stürzt. Entlang der Straße gibt es zudem mehrere Parkplätze, die oftmals ein tolles Panorama über die Steilküste bieten. Der bekannteste Aussichtspunkt ist dabei der Mirador del Mal Pas, etwa zur Hälfte der Strecke. Von den Einwohner auch als „Treffpunkt der Winde“ bezeichnet, herrschen auch an Sommertagen oftmals ein rauer und kalter Wind am Cap de Formentor. Die Straße endet schließlich am Leuchtturm. Auch hier finden sich eindrucksvolle Panoramen. Da es am Leuchtturm keinen Parkplatz gibt, kann sich in Sommermonaten eine lange Autoschlange bilden.

Tagestour zum Cap de Formentor

5. Tren de Sóller

Der Tren de Sóller ist eine Bahnstrecke mit einer Gesamtlänge von 27 km, die von Palma nach Sóller führt. Die ursprüngliche Aufgabe, der 1914 in Dienst gestellten Bahn, war der schnelle und einfache Transport von Gütern wie Orangen und Oliven. Aber auch Passagiere konnten mithilfe der Bahn zwischen den beiden Städten verkehren. Bis zum Bau der Bahnstrecke mussten die Früchte mühsam per Karren über das Gebirge nach Palma transportiert werden. Heute wird die Bahn überwiegend von Touristen frequentiert, die die abwechslungsreiche und an vielen Stellen malerische Strecke bewundern wollen. Noch heute werden dafür die liebevoll renovierten Originalzüge eingesetzt. Höhepunkte der Fahrt ist, neben den 13 Tunnel, der 52 Meter lange Viadukt. Von ihm erhält man einen tollen Blick auf die Insel. Der Tren de Sóller fährt mehrmals täglich. Eine Hin- und Rückfahrt mit der Bahn kostet 19,50 € pro Peron. Offizielle Homepage

Adresse: Carrer Eusebi Estada 12, Palma | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €19,50

6. Castell de Bellver

Das als außergewöhnlich geltende Castell de Bellver steht etwas außerhalb des Zentrums von Palma und liegt 112 Meter über dem Meeresspiegel. Es gilt deswegen als außergewöhnlich, da die Festung nicht wie gewöhnlich über eine eckige Bauform verfügt, sondern kreisrund erbaut wurde. Erbaut wurde das Castell Anfang des 14. Jahrhunderts unter König Jaume II. Die Anlage wurde als strategischer Aussichtspunkt genutzt, von dem aus das Meer gut überblickt werden konnte. Ebenfalls imposant ist der größte der vier Wehrtürme. Er ist nicht direkt mit der Festung verbunden, sondern steht selbständig neben dieser, nur verbunden durch eine Brücke. Im Erdgeschoss der Festung ist das Stadtmuseum Palmas untergebracht. Vom Castell de Bellver aus haben Besucher einen phantastischen Panoramablick über die gesamte Hauptstadt und das angrenzende Meer. Die Burg hat täglich geöffnet. Der Eintritt zum Museum kostet 4,00 €. Am Wochenende hat das Museum geschlossen, dafür ist der Eintritt zum Castell kostenlos. Offizielle Homepage

Adresse: Calle Camilo José Cela, Palma | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt Unterschiedlich


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7. Castillo de Capdepera

Das Castillo de Capdepera ist eine gut erhaltene Festungsanlage, die bereits im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Durch ihre erhöhte Lage auf dem 159 Meter hohen Puig de Capdepera sollte sie als befestigte Anlage den bis dahin noch spärlich besiedelten Abschnitt Mallorcas vor Angriffen schützen. Zudem konnten Angreifer, die vom Meer aus kamen, schon frühzeitig entdeckt werden. Die Festung wurde in einer dreieckigen Form errichtet und wird durch eine noch gut erhaltene Festungsmauer umgeben. Mehrere kleine Türme sowie der große Wehrturm der als Eingang dient, können noch heute betreten werden. Dies gilt auch für den größten Teil der Mauer. Innerhalb der Anlage steht an der nördlichen Stelle die Kapelle „Nuestra Senyora de la Esperanz“, die ebenfalls sehr gut erhalten ist. Auch die Zisterne sowie das renovierte Casa del Governador sind noch erhalten. Die über 100 Wohnhäuser des Castells sind dagegen zerstört, so dass nur Teile der Grundmauern zu erkennen sind. Neben einem kleinen Museum, im renovierten Gebäude des Gouverneurs, ist vor allem die Aussicht auf die Stadt Capedpera am Fuße des Berges sowie der Blick über das Land und das Meer sehr sehenswert. Der Aufstieg zur Festung beinhaltet viele Treppenstufen, da die Parkplätze am Fuße des Berges liegen. Das Castillo de Capdepera kann täglich besucht werden. Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 2,00 €. Kinder sind kostenlos. Offizielle Homepage

Adresse: Carrer Major 53, Capdepera | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €2,00

8. Serpentinenstraße nach Sa Calobra

Ein besonders spannender und abwechslungsreicher Straßenabschnitt ist die 14 km lange Serpentinenstraße nach Sa Calobra. Dieses kleine Dorf liegt nordwestlich der Insel direkt an der Küste. Nur über diese, teilweise spektakuläre, Straße kann das kleine Dorf erreicht werden. Die Straße beinhaltet zwölf Haarnadelkurven und etliche Stellen mit tollen Blick auf die Küste und den darunter geschwungen Straßenabschnitt. Höhepunkt der Strecke ist die 270° Kurve, die auch als „Krawattenknoten“ bekannt ist. Erbauer der Straße ist der Ingenieur Antonio Paretti, der 1932 mit dem Bau der Straße begann. Sein Ziel war es dabei, die Berglandschaft so wenig wie möglich zu beeinträchtigen ohne dabei zu steile Kurven zu erschaffen. Entsprechend Kurvenreich musste er die Straße bauen. Vor dem Bau der Straße konnte das Dorf nur vom Meer aus erreicht werden. Im Dorf angekommen, können Besucher entlang eines schmalen Weges, der teilweise durch einen Tunnel führt, zum Torrent de Pareis gelangen. Bei diesem handelt es sich um eine Schlucht, die an der Küste von hohen Felsen umgeben ist. In den Wintermonaten ein Sturzbach, kann die Schlucht in der übrigen Zeit betreten werden.
Tipp: Die Serpentinenstraße ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Vor allem im Sommer wird die Straße von vielen Reisebussen befahren, für die die Straße ursprünglich aber nicht ausgelegt wurde. Entsprechen eng kann es an vielen Stellen werden. Ich empfehle daher allen, die Straße in den Sommermonaten entweder früh am Morgen oder gegen Abend zu befahren.

Adresse: Ma-2141 (von der Ma-10 aus)

9. Tranvia de Sóller

Die als „Orangenexpress“ bekannte Straßenbahn ist ein Unikat auf Mallorca. Die Strecke beginnt direkt am Hafen von Port de Sóller und führt an Orangenplantagen entlang bis zum Zentrum Sóllers. Ursprünglich nur als Erweiterung zur Bahnstrecke von Palma nach Sóller geplant, um staatliche Subventionen zu erhalten, wurde die Strecke schnell als Transportbahn für die Verladung der jährlichen Orangenernte genutzt. Heute ist die Straßenbahn, die seit 1913 im Dienst ist, vor allem ein Besuchermagnet für Touristen. Den ganzen Tag über fahren die schönen Bahnen entlang der Strecke und verbinden damit die beiden Städte noch heute. Obwohl die Fahrten nicht günstig sind, so ist es dennoch ein sehenswertes Erlebnis. Eine Fahrt kostet pro Person 5,00 € pro Strecke. Offizielle Homepage

Adresse: Carrer de la Marina 43, Port de Sóller | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €5,00

10. Cuevas del Drach

Auf Mallorca gibt es über 3500 unterschiedliche Höhlen, von denen insgesamt fünf Höhlen besucht werden können. Die Eindrucksvollste (aber auch die Bekannteste) ist dabei die »Cuevas del Drach« im Osten der Insel. Das Höhlensystem ist in mehrere Bereiche unterteilt und beherbergt den größten unterirdischen See Europas. Insgesamt erstreckt sich die Höhle auf eine Länge von über 1700 Metern. In mehreren Expeditionen wurde die Höhle immer weiter kartographiert und gilt heute als fast vollständig erkundet. Aus diesem Grund werden täglich Führungen durch das Höhlensystem angeboten. Höhepunkt ist dabei die Fahrt auf einem Boot über den See. Zudem befindet sich in einer der größeren Höhlen ein Auditorium mit Platz für bis zu 1100 Personen. Eine gute Alternative zur »Cuevas del Drach« ist die, ebenfalls im Osten der Insel gelegene, »Cuevas de Artà«, die mit spektakulären Säulenformationen aufwartet. Offizielle Homepage

Adresse: Ctra. les Coves | Öffnungszeiten: Montag – Samstag







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