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Lanzarote Sehenswürdigkeiten Top 10

Lanzarote

Top 10

Lanzarote dürfte wohl die speziellste der Kanarischen Inseln sein. Während Einige sie als karg bezeichnen, finden Andere Lanzarote faszinierend. Grund dieser Meinungsunterschiede ist das vorkommende Lavagestein, das große Teile der Insel bedeckt. Bei verheerenden Vulkanausbrüchen ab 1730 wurden große Teile der Insel deformiert und fruchtbarer Boden bis heute landwirtschaftlich zerstört. Gleichzeitig entstanden durch dieses Naturereignis aber einmalige Sehenswürdigkeiten, wie Lavagrotten oder heißer Gesteinsboden aus dem heute noch Wasserfontänen sprühen. Aber auch einsame Sandstrände, bestehend aus hellem oder schwarzem Sand, finden sich auf der Insel. Was Lanzarote alles bietet, zeigen meine Top 10 Sehenswürdigkeiten von Lanzarote.




1. Parque Nacional de Timanfaya

Ein Naturschauspiel der ganz besonderen Art stellt der Parque Nacional de Timanfaya auf Lanzarote dar. Der im Südwesten der Insel gelegene Park erstreckt sich auf eine Größe von 51 km² und umfasst damit einen großen Teil der spektakulären Lavalandschaft, für die Lanzarote bekannt ist. In den Jahren zwischen 1730 bis 1736 brachen über 100 Vulkane auf der Insel aus und bedeckten damit einen großen Teil der Insel mit Lava. Durch dieses Ereignis wurden nicht nur dutzende Dörfer zerstört, auch der Anbau des bis dahin fruchtbaren Bodens wurde unmöglich. Heute können Besucher diese bizarre Landschaft erleben. Mithilfe von Bussen kann man eine 14 km lange Rundstrecke durch den Park befahren. Zudem gibt es auch heute noch spektakuläre Ereignisse. An vielen Stellen ist der Boden in nur wenigen Meter Tiefe mehrere hundert Grad heiß (400° – 700° C), weshalb trockenes, auf dem Boden gelegtes Gras sofort Feuer fängt, oder in ein Loch gefülltes Wasser explosionsartig als Dampffontäne wieder hervorschießt. Aber auch das reine Berühren des Bodens mit der Hand reicht aus, um die Hitze des Bodens zu spüren. Im Touristenzentrum des Parks gibt es zudem ein Restaurant, indem die Speisen ausschließlich durch Erdwärme zubereitet werden. Einen guten Überblick über die Landschaft erhält man vom 350 Meter hoch gelegenen Montaña Rajada.

Adresse: Timanfaya National Park | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €9,00

2. Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist ein Abschnitt einer sieben Kilometer langen Lavaröhre, die vom Montaña Corona bis hin zum Meer reicht. Entstanden ist die Röhre vor etwa 4000 Jahren, wobei heutzutage an etwa 20 Stellen die Höhlendecke eingebrochen ist. Zudem sind über 50% der Gesamtröhre entweder überflutet oder anderweitig unpassierbar, so dass große Teile bis heute unerforscht sind. An der Cueva de los Verdes können Besucher etwa einen Kilometer weit in die Röhre hineingehen. Während des Rundgangs betritt man neben einer naturbelassenen Halle auch einen Bereich mit einer Wasserfläche, in der sich die Höhle glasklar spiegelt. Mithilfe einer ausgewogenen Beleuchtung wird die Höhle stimmig in Szene gesetzt. Weitere Informationen

Adresse: 35520 Haría Las Palmas | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €9,00

3. Mirador del Río

Ganz im Norden der Insel befindet sich der Aussichtspunkt Mirador del Río, der 1973 von César Manrique konzipiert und in einer Höhe von 475 Metern erbaut wurde. Von diesem Punkt aus haben Besucher einen spektakulären Panoramablick über Teile von Lanzarote sowie über die angrenzenden Inseln Isla la Graciosa, Isla de Alegranza und Isla de Montaña Clara. Aber auch die Aussichtsplattform selbst ist architektonisch sehenswert. Das gesamte Gebäude und sogar der vorgelagerte Parkplatz sind allesamt rund gebaut. Es gibt keinerlei Ecken. Zudem wurde das Gebäude zum Teil aus Lavastein erbaut. Neben der eigentlichen Aussichtsplattform gibt es noch ein Café und ein Souvenirgeschäft. Weitere Informationen

Adresse: Rambla Medular, 15 – 35500 Arrecife | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €4,50






4. Fundacion César Manrique

Ein beliebtes Besucherziel auf Lanzarote ist die Fundacion César Manrique. Hierbei handelt es sich um das ehemalige Grundstück des Künstlers César Manrique, der bis heute der bedeutendste Künstler und Architekt der Insel ist. Das Gebäude selber besteht, neben einem überirdischen Komplex, auch aus fünf vulkanischen Blasen die Manrique bewohnbar machte und miteinander durch Gänge verband. In den Räumen selber, wie auch auf dem gesamten Grundstück, finden sich Privatsammlungen sowie eigens hergestellte Kunstobjekte des Künstlers. Auch ein weißer Pool findet sich auf dem Grundstück. Weitere Informationen

Adresse: Calle Jorge Luis Borges, 10 – 35507 Tahiche | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €8,00

5. Castillo de San José

Das Castillo de San José ist eine gut erhaltene Festungsanlage die im 18. Jahrhundert errichtet wurde. Bauherr war König Carlos III. der die Burg vor allem aufgrund einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Inselbewohner in Auftrag gab. Nachdem die Insel Anfang des Jahrhunderts von den verehrenden Vulkanausbrüchen zu großen Teilen zerstört wurde, konnten viele Inselbewohner ihre ursprüngliche Tätigkeit, der Landwirtschaft, nicht mehr nachgehen. Aufgrund der schlechten Nahrungssituation und der schweren Arbeit die während des Baus der Burg bestanden, erhielt sie von den Inselbewohnern auch den Namen Fortaleza del Hambre, Festung des Hungers. Nach Fertigstellung diente die Burg vor allem dem Schutz der Hauptstadt Arrecife vor Angriffen durch Piraten. Nachdem die Burg an Bedeutung verlor, stand sie lange Zeit leer, bis schließlich der Künstler César Manrique die Anlage zu einer Kunstgalerie umbaute, in der heute zeitgenössische Kunst ausgestellt wird. Auch eine Bar und ein Restaurant mit Panoramaglasscheibe sind im Castillo de San José vorhanden. Besucher können sowohl die Kunstgalerie als auch die restliche Burg besichtigen.

Adresse: Ctra. los Castillos, 51A – 35500 Arrecife | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €4,00

6. Jameos del Agua

Im Norden Lanzarotes befindet sich die Jameos del Agua, ein Teil einer Lavaröhre, die bis zum Meer führt. Der lanzarotenische Künstler César Manrique hat das Gebiet ab 1960 in eine Kulturstätte umgebaut. Besucher betreten den Grotteneingang mithilfe einer steilen Treppe und gelangen so auf ein Steinplateau mit einem kleinen Restaurant. Von dort aus kann man auf den glasklaren See blicken, indem u.a. eine weiße Krebsart lebt, die normalerweise nur in Meerestiefen ab 2000 Metern vorkommt. Obwohl der See nicht direkt mit dem Meer verbunden ist, steigt und sinkt dieser mit den Gezeiten. Grund hierfür ist Wasser das durch Gestein zum See sickert. Den See kann man seitlich entlang eines Weges beschreiten, um am anderen Ende mithilfe einer weiteren Treppe wieder hinaufzugehen. Oben angekommen erblickt man ein künstlich angelegtes Schwimmbecken mit einem kleinen Wasserfall. Palmen sowie weitere Pflanzen säumen die Umgebung. Hinter dem Schwimmbecken erblickt man schließlich einen Konzertsaal der in die Grotte integriert wurde, wodurch ein einmaliger Klang entsteht. Leider finden dort nur noch sehr wenige Konzerte statt. Zudem gibt es noch das „Haus der Vulkane“, ein Informationsgebäude, indem einem der Vulkanismus der Insel näher gebracht wird. Der weitere Abschnitt der Höhle, der bis zum Meer reicht, ist dagegen komplett überflutet. Weitere Informationen

Adresse: Punta Mujeres, Las Palmas | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €9,00


7. El Golfo

El Golfo ist ein kleines Küstenstädtchen auf Lanzarote. Neben den vielen sehr guten Fischrestaurants ist El Golfo vor allem auch wegen der südlich gelegenen grünen Lagune bekannt. Diese befindet sich direkt am Meer und wird durch einen etwa 50 Meter langen Sandstreifen vom Atlantik getrennt. Die beeindruckende grüne Farbe entsteht durch Algen, die sich an die extrem salzhaltige Umgebung der Lagune angepasst haben. Die Lagune selbst befindet sich in einem ehemaligen Vulkankrater, der zur Hälfte im Meer versunken ist. Die Lagune wird durch unterirdische Verbindungen mit dem Meer verbunden, so dass es einen regelmäßigen Wasseraustausch gibt. Aus unerklärten Gründen scheint dieser Austausch aber seit einigen Jahren gestört zu ein, so dass die Lagune immer weiter austrocknet. Auch ist der offizielle Zugang zur Lagune gesperrt worden. Besucher können diese aktuell nur noch über eine Plattform von oben betrachten oder über Nebenwege direkt erreichen.

Adresse: Av. Marítima, 108 – 35570 Yaiza

8. Castillo de Santa Bárbara

Wesentlich älter als das Castillio de San José ist das kleine Castillo de Santa Bárbara, nahe der Stadt Teguise. Bereits im 14. Jahrhundert wurde die Burg auf dem Vulkan Guanapay errichtet. Zunächst als kleines Fort, wurde die Anlage im 16. Jahrhundert, nach der Zerstörung des Forts, erneut aufgebaut. Dieses Mal aber als Festung mit Rundtürmen und einer Zugbrücke. In den Jahrhunderten danach diente die Burg als Schutz vor angreifenden Piraten. Dabei wurde sie mehrmals schwer beschädigt und daraufhin wieder aufgebaut. Dennoch viel sie mehrmals in die Hände der Piraten. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten kann die Burg von Besuchern besichtigt werden. Zudem wurde dort ein Museum eröffnet, das sich Thematisch um Emigration und Piraten befasst.

Adresse: Ctra. Montaña Vieja, 1B – 35530 Teguise | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag

9. Las Salina de Janubio

Die größte Salzgewinnungsanlage der Kanarischen Inseln befindet sich auf Lanzarote. Auf dem 45 Hektar großen Anbaugebiet herrschten vor den großen Vulkanausbrüchen ein optimales landwirtschaftliches Anbaugebiet, dass aber durch die Lava komplett zerstört wurde. Dort bildete sich daraufhin eine Lagune, an der sich viel Salz absetzte. Daraufhin wurden dort zunächst einige Becken angelegt, um das Meereswasser verdunsten zu lassen und das Salz abtragen zu können. Bis in den 1970er florierte der Salzabbau, bis schließlich die stärker werdende Konkurrenz den Abbau drosseln lies. Heute wird noch etwa ein Fünftel der Fläche für den Abbau genutzt. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass seit Beginn des Abbaus der Betrieb in Familienbesitzt ist und ohne Subventionen auskommt.

Adresse: LZ-703 – 35570 Yaiza

10. Jardin de Cactus

Eine etwas eigentümlich anmutende Erscheinung ist der Jardin de Cactus. Auf einer Fläche von über 5.000 m² wachsen dort über 10.000 Kakteen von 1.400 verschiedene Kakteenarten. Angelegt und Entworfen vom Künstler César Manrique, ist der Garten terrassenförmig aufgebaut und mit Hilfe von Lavasteinen angelegt. In der Mitte gibt es außerdem einen Teich mit Wasserpflanzen sowie ein kleines Restaurant. Im Gebiet um den Garten wird zudem Landwirtschaft betrieben. Hierdurch wird eindrucksvoll sichtbar, dass trotz des lavahaltigem Boden eine Landwirtschaft, zumindest bis zu einem gewissen Grad, betrieben werden kann. Offizielle Homepage

Adresse: Av. Garafía, 98 – 35544 Guatiza | Öffnungszeiten: Montag – Sonntag | Eintritt: €5,50





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